Brand auf Saurüsselkopf
Wiederbewaldung wird große Aufgabe
Nach dem verheerenden Feuer in Ruhpolding sieht der betroffene Bergwald so unterschiedlich aus wie ein riesiges Mosaik. Die Aufgabe der Wiederbewaldung auf dem Saurüsselkopf wird sehr herausfordernd sein. Das ergab eine Begehung der Brandflächen von Förstern des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein (AELF).
Die Flammen sind zwar gelöscht. Aber wie groß der Schaden am Saurüsselkopf ist, lässt sich wohl noch länger nicht sagen. „Der Berg sieht diese Woche schon wieder anders aus. Ob die Buchen da oben überleben, ist fraglich. Oben sind sie noch grün, aber unten schwarz“, sagt Anton Ernst und zeigt in Richtung Berggipfel. Bei der Begehung auf den Brandflächen werden die Wunden sichtbar, die das Feuer im Bergwald verursacht hat. Aufgeplatzte Rinde an vielen Bäumen ist zu sehen. Die Kronen können dann keine Nährstoffe mehr zu den Wurzeln transportieren. Diese Bäume werden vermutlich in den nächsten zwei, drei Jahren sterben.
Intensive Zusammenarbeit ist nötig
Genaue Zahlen über die Brandfläche gibt es daher noch nicht, betont Tassilo Heller, stellvertretender Bereichsleiter Forsten am AELF Traunstein. Klar ist, der Brand hat Flächen mit unterschiedlich großen Schäden hinterlassen und das beeinflusst den Wiederaufbau des Waldes. An manchen Stellen fegte das Feuer durch, hinterließ aber Humus. An anderen wurde er komplett verbrannt, da wächst kein neuer Baum. „Wir werden deshalb quadratmeterweise Lösungen brauchen, Förster mit Branderfahrung und eine intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten“, sagt Heller. Die Flächen sind Eigentum der Bayerischen Staatsforsten.
Sommersonne erhitzt schwarze Flächen enorm
Obendrein tauchen bereits neue Probleme auf. „Der Brand hat viele schwarze Flächen hinterlassen. Da wird die Sonne im Sommer den Boden intensiv erhitzen. Wir müssen mit bis zu 60 oder sogar 80 Grad rechnen“, warnt der stellvertretende Bereichsleiter. „Was wir jetzt brauchen, ist Schatten. Darum sollen auch abgebrannte Baumgerüste stehenbleiben und als Schattenspender dienen“, nennt Heller bei der Begehung der Brandflächen eine geplante Maßnahme zur Sanierung.




