Traunsteiner Imker strahlen über super Honigjahr

Nach der Enttäuschung im Vorjahr, in dem die Waben wegen Schlechtwetters weitgehend leer geblieben sind, freuen sich Imker im Landkreis heuer 2026 umso mehr. Trotz der Trockenheit gab es für die Bienen im Traunsteiner und im Berchtesgadener Land Tracht wie schon Jahre nicht mehr. „Bei mir war es das beste Ergebnis seit 20 Jahren“, strahlt Luise Mitterreiter. Unter ihrer Obhut tummeln sich zigtausende Honigbienen mitten in Traunstein, im „Forstamtsgarten“ des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein (AELF) in der Traunsteiner Höllgasse.
Mit ihrem Stockmeißel in der rechten Hand und einem erwartungsvollen Lächeln im Gesicht hebt Luise Mitterreiter vorsichtig den Deckel von einem der fünf Amtsbienenstöcke. Im oberen Teil des Bienenkastens befindet sich der Honigraum, der dicht besetzt mit Bienen ist. Und siehe da, Mitterreiters Vorfreude bestätigt sich. „Das ist eine wunderbare volle Wabe. Hier, die nächste schaut fast genauso gut aus. Alle Waben sind schön verdeckelt, das ist für den Imker der richtige Zeitpunkt zum Schleudern. Wir werden die Tage schleudern“, sagt die Verwaltungsangestellte des AELF Traunstein Ende Juli.
Nach den beiden mageren vergangenen Jahren ist die heurige Honigernte ein richtiger Glücksfall, freut sich Mitterreiter, Vorsitzende des Kreisverbands Bayerischer Bienenzüchter Traunstein e.V. und privat Imkerin mit 70 Bienenstöcken in der Region und nennt dafür Gründe: „Das Wetter war für die Bienen richtig gut. Sogar die Trockenheit hat heuer nicht geschadet. Die Bienenvölker konnten im Frühjahr durchstarten und haben sich gut entwickelt, sodass sie die vorhandene Tracht nutzen konnten. Heuer hat es „gehonigt wie im Bilder-buch.“
Nach Abschluss der Honigernte steht für die Imker die Varroabehandlung auf dem Programm, damit die Milbe die Winterbienen nicht schädigen kann und die Völker gut durch den Winter kommen. Zum Glück ist auch die asiatische Hornisse bei uns noch kein Thema.


