Aktuelle Zahlen
KULAP und VNP sind sehr gefragt

Hochsaison herrscht in der Förderabteilung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein (AELF). Rund 7.500 Anträge auf Fördermaßnahmen im Rahmen des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) und des Vertragsnaturschutzprogramms sind eingegangen und jetzt zu bearbeiten.
„Die Landwirte in unserem Dienstgebiet nehmen die umweltbezogenen Förderangebote sehr gut an. Etwa jeder Zweite nutzt beispielsweise das Kulturlandschaftsprogramm“, berichtet Günther Meingassner, Leiter der Förderabteilung am AELF Traunstein. Das in Bayern als KULAP bekannte Programm bietet Landwirten einen finanziellen Ausgleich, wenn sie ihre Äcker und Wiesen freiwillig nach zusätzlichen umweltschonenden Auflagen bewirtschaften.
Kleine Felder weiterbewirtschaften
Insgesamt betreut das AELF rund 7.500 Maßnahmen im Rahmen von KULAP und dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm (VNP). An erster Stelle steht dabei: 1.150 Landwirte aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land bewirtschaften auch in diesem Jahr kleine Flächen von unter einem Hektar weiter. „Diese vergleichsweise kleinen und weniger rentablen Flächen bleiben so in Nutzung und fallen nicht brach. Unsere attraktive bayerische Kulturlandschaft wird erhalten und bietet wertvollen Lebensraum für Flora und Fauna“, erklärt Meingassner.
In etwa 1.000 Rinderhalter lassen ihre Tiere auch heuer freiwillig auf die Sommerweide und beantragen dafür Unterstützung. Die Bandbreite der Maßnahmen ist jedoch noch deutlich größer: 575 Betriebe mähen ihre Flächen seltener oder später, was Vögeln und der Artenvielfalt im Grünland zugutekommt. 482 wirtschaften ökologisch, und 195 verzichten auf Wiesen und Weiden vollständig auf Herbizide (Pflanzenschutzmittel gegen Unkräuter). Insgesamt können die Landwirte sehr viele unterschiedliche Einzelmaßnahmen beantragen.

