Für Schulklassen
Erlebnis Bauernhof - Lernprogramme für Schulkinder

Schriftzug Erlebnis Bauernhof - Lernprogramme für Grund- und Förderschulen

Unser Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein lädt alle 2. bis 4. Jahrgangsstufen der Grundschul- und Übergangsklassen sowie alle Jahrgangsstufen an Förderschulen ein, mit ihren Lehrerinnen und Lehrern einen Bauernhof in ihrer Nähe zu besuchen.

Erlebnis Bauernhof bietet nicht nur einen kostenlosen Besuch eines Betriebes. Die Lernprogramme haben auch Lehrplanbezug und fördern wichtige Kompetenzen.

Wir helfen

  • bei Fragen zum Ablauf
  • bei der Auswahl eines geeigneten Betriebs

Ansprechpartnerin

Alexandra Drexl
AELF Traunstein
Schnepfenluckstraße 10
83278 Traunstein
Telefon: 0861 7098-206
Fax: 0861/7098-150
E-Mail: poststelle@aelf-ts.bayern.de

Erlebnisse

Sommer.Erlebnis.Bauernhof 2018: Auftaktveranstaltung auf dem Bio-Hof der Familie Stief

Schüler füttern RinderZoombild vorhanden

© Klaus Oberkandler

In Mayerhofen bei Traunstein fand im Juni 2018 die Auftaktveranstaltung für die Projektwochen Sommer.Erlebnis.Bauernhof für die Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land statt. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) hat die Aktion auf dem Bio-Hof der Familie Stief organisiert.
Ein Schultag auf dem Bauernhof bietet Einblicke in die bäuerliche Produktion: Die Kühe der Familie Stief bekamen frisches Gras und die Drittklässler der Ludwig-Thoma-Grundschule erfuhren, was sonst noch gefüttert werden muss, damit jedes Tier täglich mindestens 25 Liter Milch geben kann. Natürlich durften sie auch selbst für Futternachschub sorgen.
Teilnehmer und Betriebszahlen wachsen
Bürgermeister aus mehreren Gemeinden, an deren Spitze das Traunsteiner Stadtoberhaupt Christian Kegel, Vertreter von Behörden und Organisationen informierten sich bei der Auftaktveranstaltung über das Programm. An einem halben Dutzend Stationen erfuhren Kinder aus der 3. Klasse der Ludwig-Thoma-Volksschule Traunstein und aus der 8. Klasse des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums Traunreut Wissenswertes aus der Landwirtschaft und konnten sich selbst beteiligen bzw. nützlich machen.
Wertschätzung der Landwirtschaft steigern
"Wenn wir wollen, dass die künftigen Erwachsenen die Landwirtschaft schätzen, dann müssen wir bei den Kindern anfangen" - mit dieser Aussage umriss der Leiter des AELF Traunstein, Alfons Leitenbacher, das Ziel von Erlebnis Bauernhof. Man wolle erreichen, dass sich möglichst viele Schulklassen beteiligen. Leitenbacher appellierte an die anwesenden Bürgermeister, an den Schulen für das Angebot zu werden. Am AELF Traunstein ist Alexandra Drexl Ansprechpartnerin. Sie berichtete, dass in den beiden Landkreisen, die zum Amtsbereich der Behörde gehören, 19 landwirtschaftliche Betriebe am Programm Erlebnis Bauernhof teilnehmen.
Unterrichtsthemen werden auf dem Bauernhof vertieft
Sieglinde Bittl von der Projektstelle Erlebnis Bauernhof am Staatsministerium betonte, dass es nicht Ziel der Aktion sei, reine Hofführungen anzubieten, sondern in Absprache mit den Lehrern ausgewählte Themen anzusprechen und zu vertiefen.
Naturprodukt Schafwolle erkundet
An der ersten Station bekamen es die Kinder mit dem Naturprodukt Schafwolle zu tun. Unter Anleitung von Anneliese Huber aus Saaldorf konnten sie daraus eine kleine bunte Schmuckblume formen. Ein paar Meter weiter beobachteten zwei Schafe das Treiben und blökten dazu. Maria Friedrich aus Heiligkreuz bei Trostberg versuchte, anhand von Milchprodukten umliegender Molkereien Verständnis und Interesse für regionale Produkte zu wecken. Außerdem sensibilisierte sie die Kinder für die Aufschrift auf den Packungen und erklärte ihnen den Sinn und Zweck.
Blumen, Blätter und Käfer bestimmt
Andreas Huber, der in der Gemeinde Wonneberg den Lohbachhof biologisch bewirtschaftet, informierte über den Anbau von Sonderkulturen wie Salat und Gemüse. Er ging mit den Kindern auf eine Wiese, ließ sie Kleingetier wie Schnecken und Käfer einsammeln, die man dann ebenso wie Blätter und Blumen gemeinsam bestimmte. An weiteren Stationen ging es um Bienen und um Rinder.
Milchproduktion
Der Milchproduktion war eine weitere Station gewidmet. Auf dem Hof der Familie Stief geben 35 Kühe täglich rund 700 Liter Milch in Bioqualität. Josef und Christine Stief beteiligen sich schon seit längerem an dem Programm und haben jährlich mehrere Schulklassen zu Gast.
Von zurückhaltend bis aktiv
Die Reaktionen der Kinder waren unterschiedlich. Die einen waren begeistert, die anderen eher zurückhaltend, weil sie vermutlich noch nie zuvor so hautnah mit so großen Tieren in Verbindung gekommen waren. Die Lernstationen zu den Themen Milch, Getreide und Artenvielfalt fanden aber bei den meisten großes Interesse. "Der Bauernhof ist ein idealer Ort, um mit allen Sinnen zu lernen und aktiv zu sein. Schülerinnen und Schüler erleben die Produktion unserer Lebensmittel und können Landwirtschaft, Natur und Umwelt besser begreifen", fasste Alexandra Drexl zusammen.
Quelle: Klaus Oberkandler, Kammer